
Unsere beiden peripheren Stationen (Station 4A und 4B) sind
mit einer Telemetrie ausgestattet, die bei besonders gefährdeten Patienten ein
kontinuierliches EKG-Monitoring sowie anderer Vitalparameter und damit eine
maximale Sicherheit sicherstellt. Wir verfügen über ein hochmodernes
Echokardiographielabor, in dem wir jährlich über 6.000 Untersuchungen
durchführen, davon alleine mehr als 1.000 Schluckechos (TEEs).
Die zentrale Notaufnahme ist Anlaufstelle für die Akutversorgung und ist
Teil der Notfallmedizin. Sie ist rund um die Uhr geöffnet.
Tel. (0621)
424-0
Die CPU ermöglicht aufgrund ihrer apparativen und
personellen Ausstattung eine zeitnahe und umfassende Abklärung des akuten
Thoraxschmerzes (Brustschmerz). Ursache können harmlose, aber auch
potentiell lebensbedrohliche Krankheitsbilder wie Herzinfarkt oder eine
Lungenarterienembolie sein. Diese Erkrankungen erfordern eine schnelle Diagnose,
die uns diese spezielle Einrichtung ermöglicht.
Die Betreuung der Patienten erfolgt durch kardiologisch
erfahrene Ärzte sowie geschultes Pflegepersonal. Wesentlich ist die Anbindung
an unsere medizinische Intensivstation (IN1) und die Herzkatheterlabore
(24-Stunden-Bereitschaft), aber auch an die zentrale Notaufnahme. Die CPU des
Theresienkrankenhauses steht rund um die Uhr allen Patienten mit Thoraxschmerz
zur Verfügung.

Unsere Abteilung verfügt über eine eigene Intensivstation
mit angeschlossenem Intermediate Care-Bereich. Hier werden vor allem, aber
nicht nur Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems betreut. Hierzu
zählen u.a. Patienten mit einem Herzinfarkt, einer kardialen Dekompensation
oder schweren Herzrhythmusstörungen.
Eine 24 Stunden Herzkatheter-Bereitschaft ermöglicht eine frühzeitige und damit
optimale Behandlung des akuten Herzinfarktes rund um die Uhr. Die
Intensivstation verfügt u.a. über die Möglichkeiten einer nicht-invasiven und
invasiven Beatmung, eines kontinuierlichen hämodynamischen Monitoring, einer
kontrollierten Ganzkörperkühlung sowie von Nierenersatzverfahren.

Mit einem Herzkatheter (Koronarangiographie) können die
Herzkranzgefäße mit hoher Auflösung dargestellt
werden. So lassen sich beispielsweise gefährliche Engstellen (Stenosen) aufspüren,
die einen Herzinfakt verursachen können. Der Zugang zum Herzen erfolgt heute in
der Regel über die rechte Unterarmarterie (A. radialis) und nur noch selten
über die rechte Leistenarterie (A. femoralis). Mit Hilfe einer Ballondilatation
(PTCA) kann ein verengtes Gefäß aufgedehnt werden. Vielfach wird ein sogenannter
Stent (Gefäßprothese, welche meist mit einer wachstumshemmenden Substanz
beschichtet ist) gesetzt, um das Gefäß dauerhaft offen zu halten. Für die
Objektivierung von Veränderungen an den Herzkranzgefäßen werden regelmäßig
Druckdrahtmessungen (FFR) und die sogenannte optische Kohärenztomographie (OCT)
durchgeführt. Derzeit stehen in der Abteilung zwei Herzkathetermessplätze zur
Verfügung, in denen jährlich etwa 3.000 Koronarangiographien und etwa 1.000
Stentimplantation sowie ca. 100 Links-Rechts-Herzkatheter-Untersuchungen zur
Vitiendiagnostik durchgeführt werden. Außerdem werden regelmäßig spezielle
Verfahren wie Herzklappenreparaturen (MitraClip), Vorhofohroccluder und
interventionelle PFO- und ASD-Verschlüsse durchgeführt.
Terminvereinbarungen über die
Kardio-Hotline 0621 424-4778
Fax Herzkatheterlabor: 0621 418875-5404
Wenn
bestimmte Kriterien erfüllt sind, kann der Arzt einem Patienten dazu
raten, sich einer perkutanen Mitralklappenrekonstruktion (PMKR) zu
unterziehen. Diese stellt im Vergleich zum Eingriff am offenen Herzen
eine weniger invasive Methode dar.
Kardiologen
und Herzchirurgen, die dieses Verfahren anwenden, können die
Mitralklappe reparieren, indem sie einen Clip an der Mitralklappe
befestigen. Dieser Clip sorgt dafür, dass die Klappe wieder besser
schließt und hilft somit, wieder einen normalen Blutfluss durch das Herz
herzustellen.
Wie funktioniert die Therapie?
Der
Mitral-Clip ist eine Art Klammer, die direkt an der Mitralklappe
angebracht wird, ohne dass dafür der Brustkorb geöffnet werden muss oder
der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden muss. Für
den Zugang zur Mitralklappe wird ein flexibler, langer Führungskatheter
durch eine Vene in die Leiste eingebracht und bis zum Herzen
vorgeführt.
Mit Hilfe dieses Katheters wird
dann der Mitral-Clip an der Mitralklappe angebracht und sorgt dafür,
dass diese wieder besser schließt. Während der Prozedur können die Ärzte
die Position des Clips am schlagenden Herzen überprüfen und
nötigenfalls so oft korrigieren, bis die gewünschte bestmögliche
Reduktion der Insuffizienz erreicht ist, denn die Reduktion der
Mitralinsuffizienz wird in Echtzeit durch einen 3D-Ultraschall
kontrolliert. Das Verfahren wird unter Vollnarkose durchgeführt und der
Patient muss danach einige Tage im Krankenhaus bleiben.
Für wen eignet sich die Therapie?
Die
perkutane Mitralklappenrekonstruktion mit einem Mitral-Clip eignet sich
vor allem als Alternative für Patienten mit einer schweren
Mitralinsuffizienz, die ein hohes Operations-Risiko haben - zum Beispiel
aufgrund von Begleiterkrankungen oder fortgeschrittenem Alter.
Für
Patienten, die unter den Symptomen ihrer Mitralinsuffizienz leiden,
aber für einen Eingriff am offenen Herzen nicht in Frage kommen, bietet
dieses minimalinvasive Verfahren die Chance auf eine Verbesserung der
Mitralinsuffizienz und ihrer Symptome. Das kann zu einer deutlichen
Verbesserung der Lebensqualität für diese Patienten führen.
Es
gibt zahlreiche Kriterien, die bei jedem einzelnen Patienten
individuell darüber bestimmen, ob der Mitral-Clip eine mögliche Therapie
für die Mitralinsuffizienz ist. Nur ein Arzt kann entscheiden, ob die
perkutane Mitralklappenrekonstruktion für Sie oder Ihren Angehörigen in
Frage kommt!
Ziel einer elektrophysiologischen Untersuchung ist es,
die Art und den Mechanismus von Herzrhythmusstörungen festzustellen und nach
Möglichkeit direkt eine Therapie durchzuführen. Ein bis zwei Stunden dauert die
Untersuchung unter örtlicher Betäubung, während der mehrere dünne Elektrodenkatheter
über die Leistenvenen oder -arterien ins Herz eingeführt werden. Dabei werden
die elektrischen Signale an verschiedenen Stellen des Herzens gemessen. In bestimmten
Fällen auch erfolgt eine dreidimensionale Darstellung der elektrischen Aktivierung des
Herzens (3D-Mapping). Während der Untersuchung kann zudem bewusst mit Hilfe von
nicht spürbaren Schrittmacherimpulsen eine Herzrhythmusstörung ausgelöst werden,
um Erkenntnisse über deren grundsätzliche Ursachen zu gewinnen. Die so präzise
lokalisierten Herzryhthmusstörungen können bei Bedarf sofort behandelt werden.
Hierzu stehen zwei Verfahren zur Verfügung, durch die die erkrankten Bereiche
des Herzens verödet (abladiert) werden: Die Verödung erfolgt entweder mit Hochfrequenzstrom
(Radiofrequenzablation) oder mit Kälte (Kryoablation). Hierdurch lässt sich
Risiko künftiger Herzrhythmusstörungen meist ausschalten oder zumindest
minimieren. Um der Komplexizität elektrophysiologischer Untersuchungen
Rechnung zu tragen, wurde eine Sektion für "Invasive Elektrophysiologie"
eingerichtet. Diese steht unter der Leitung von Oberarzt Dr. Boris Schumacher, 0621/424-5868.
Terminvereinbarungen über die Kardio-Hotline (0621) 424-4778
Es werden jährlich über 200 MRT-fähige Ein-und
Zweikammer-Schrittmachersysteme sowie über 60 CRT- und ICD-Systeme implantiert,
in der Regel unter örtlicher Betäubung. Darüber hinaus betreuen wir Patienten
mit Herzschrittmachern und CRT- bzw. ICD-Systemen in unserer
Herzschrittmacherambulanz und bieten ambulante Leistungen an wie den
Aggregatwechsel bei Batterieerschöpfung.
Sektionsleiter für invasive Elektrophysiologie Dr. Boris
Schumacher 0621/424-5868
Terminvereinbarungen über die Kardio-Hotline 0621/424-4778
Die Durchführung und Befundung
von Kardio-MRT und Kardio-CT erfolgen in enger Kooperation mit der Abteilung für Radiologie (Chefarzt Dr. Jochen Hansmann).
Diese Technologie (Kernspintomographie des Herzens)
erlaubt eine präzise Diagnostik des Herzens und der herznahen Gefäße, ohne den
Patienten einer Röntgenstrahlung aussetzen zu müssen. Zu den Domänen des
Kardio-MRT zählen u.a. Vitalitätsdiagnostik und Ischämiediagnostik. Es stehen
zwei Kardio-MRTs mit unterschiedlicher Feldstärke zur Verfügung, nämlich mit
1,5 und 3,0 Tesla.
Terminvereinbarung über Oberarzt Jörg Schmitt
Telefon: (0621) 424-5618
Die Computertomographie als Schnittbildverfahren bietet
die Möglichkeit, die Herzkranzgefäße nichtinvasiv (ohne Eingriff) darzustellen.
Mit der Technik eines Dual Source-Gerät (256 Zeilen) kann das gesamte Herz
während der Diastole, das heißt in etwa 0,2 Sekunden, erfasst werden. Damit ist
der Patient einer sehr geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt. Mittels der
Computertomographie können bei koronarer Herzerkrankungen harte und
weiche Plaques differenziert werden.
Terminvereinbarung über Oberarzt Jörg Schmitt
Telefon: (0621) 424-5618
Die kardiologische Funktionsdiagnostik steht auch
ambulanten Patienten offen. Zu ihren Leistungen gehört die gesamte
nichtinvasive Diagnostik einschließlich Echokardiographie mit Doppler- und
Farbduplex-sonographie, Farbduplexsonographie der peripheren und der
hirnversorgenden Gefäße, transösophageale Echokardiographie,
Stress-Echokardiographie, 24-Stunden-EKG, 24-Stunden-Blutdruckmessung sowie
Herzschrittmacher- und Defibrillatorambulanz.
Prävention und Patientenschulung sind uns ein wichtiges Anliegen. In Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Sportverein 1846 e.V. werden zahlreiche Koronarsportgruppen betreut. Desweiteren finden regelmäßig Informationsveranstaltungen für Patienten und Angehörige zum Beispiel im Rahmen des mit Unterstützung durch die Deutsche Herzstiftung durchgeführten Gesundheitsseminars "HerzensAngelegenheiten" statt. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen zum Umgang mit blutverdünnenden Medikamenten durchgeführt.
Nähere Information und Anmeldung über das Sekretriat von
Prof. Dr. Markus Haass, Tel. 0621/424-4268.
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