02.02.2026
Ende Januar wurden die beiden Chefärzte Prof. Dr. Markus Haass und Prof. Dr. Jochen Rudi nach langjähriger Tätigkeit am Theresienkrankenhaus in den Ruhestand verabschiedet. Eine große Zahl an Wegbegleiterin war zu diesem feierlichen Anlass gekommen, um das Werk der beiden Mediziner zu würdigen.
Ehemalige Chefarzt-Kollegen, ehemalige Geschäftsführer und Direktoriumsmitglieder, viele niedergelassene Ärzte sowie auch Familie und Freunde haben den Festsaal im Theresienkrankenhaus gefüllt, um die Reden der Laudatoren zu hören und mit den beiden scheidenden Chefärzten einen wunderbaren Abend zu verbringen.
Die Einführung machte Dr. Boris Schumacher, Nachfolger von Prof. Dr. Markus Haass als Chefarzt der Kardiologie, Angiologie und internistischen Intensivmedizin sowie auch als Ärztlicher Direktor am Brüderklinikum Julia Lanz. In seiner Ansprache lobte er den medizinischen Weitblick beider Chefärzte und deren Menschlichkeit im Umgang mit ihren Patienten. Beide brannten für ihre Abteilungen und für ihr Krankenhaus. Sowohl Prof. Haass als auch Prof. Rudi haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das TKH zu einer medizinisch führenden Klinik in der Metropolregion geworden ist.
Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht betonte in seiner Ansprache ebenfalls das außergewöhnliche Engagement, mit dem sich beide Chefärzte für ihre Patienten eingesetzt haben. Dieses habe den Ruf des Theresienkrankenhauses mehr als 20 Jahre lang maßgeblich mitgeprägt. Prof. Rudi und Prof. Haass seien beide mit Leib und Seele Mannheimer und sind in der Stadtgesellschaft bestens vernetzt. Dabei hob Christian Specht den Enthusiasmus von Prof. Rudi für den Sport hervor und bei Prof. Haass dessen Liebe zur Kunst. „Ob man ins Museum geht, ins Theater oder die Oper – beide konnte man dort treffen“, so Specht.
Diese Vorlieben griff auch Laudator Dr. Marcus Fähnle, Facharzt für Innere Medizin, Bloomaulordenträger und Freund der beiden Chefärzte. Mit viel Charme und Humor hob er die unterschiedlichen Charaktere der beiden Mediziner hervor. Der eine, „bei dem immer alles gut ist und der stets den Daumen nach oben zeigt“, und der andere, „der gerne über das schwere Leben eines Chefarztes klagt“. Auch er betonte, in welch außergewöhnlichem Maße beide für ihre Patienten einstanden und auch für ihre Kollegen und Mitarbeitenden. Man habe als niedergelassener Kollege nur im TKH anrufen und mit einem Assistenzarzt oder Sekretärin sprechen müssen, um zu festzustellen, wie gut die Atmosphäre in einer Abteilung ist. Die sei stets bestens gewesen.
Am Ende dankten
beide Professoren jeweils persönlich ihren Familien, ihren Teams, Kollegen und
Mitarbeitenden und vielen mehr. Prof. Haass zitierte am Ende Louise von
Marillac, die Patronin des Theresienkrankenhauses: Stets solle das Wohl der
Patienten im Vordergrund stehen.
Der Abend wurde
umrahmt von Mitgliedern der berühmten Mannheimer Band The Flames, die mit ihren
Songs zwischen den Wortbeiträgen für musikalische Unterhaltung sorgten. (ckl)