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10.02.2026

Sozialplanverhandlungen abgeschlossen

Zusammenführung der stationären Versorgung:

Die Sozialplanverhandlungen am Brüderklinikum Julia Lanz sind abgeschlossen. Die Anzahl der betriebsbedingten Kündigungen konnte im Zuge der Verhandlungen deutlich reduziert werden, für die verbleibenden Mitarbeiter ist auch eine Bestandsschutz-Regelung im Sozialplan vorgesehen.

Betroffen sind insgesamt 194 Personen über beide Standorte. Alle Stellen von Pflegefachpersonen und Pflegehelfern mit mindestens einjähriger Ausbildung in der direkten Patientenversorgung konnten erhalten werden.

„Wir sind sehr froh, dass wir die Sozialplanverhandlungen zu einem für beide Seiten tragbaren Ergebnis führen konnten“, zeigt sich Regionalleiterin Dr. Ulrike Heesemann sichtlich erleichtert. „Die Verhandlungen waren intensiv, aber zu jeder Zeit konstruktiv und ich möchte mich ausdrücklich dafür bei allen Beteiligten bedanken.“

Die beiden MAV-Vorsitzenden von Theresienkrankenhaus und Diako, Reimar Lamadé und Bilal Bulut pflichten Heesemann bei: „Die Wochen und Monate waren keine leichte Zeit für alle Beteiligten. Nun haben wir aber ein Ergebnis, dass auch für die verbleibenden Mitarbeitenden eine Zukunft zeichnet.“

Im Fokus stehen nun die Information und die Gespräche mit den Mitarbeitenden. Die Mitarbeitenden wurden am heutigen Dienstag über die Kündigungen persönlich informiert. Insgesamt betroffen sind 194 Menschen über beide Häuser gerechnet (inklusive der bereits im Dezember 2025 vollzogenen Kündigungen). Die Anzahl verteilt sich in etwa hälftig auf TKH und Diako. Damit sind es deutlich weniger Mitarbeitende, als noch im Oktober 2025 befürchtet. Damals war man von 350 sogenannten Vollzeitäquivalenten ausgegangen, was in der Anzahl an betroffenen Mitarbeitenden gerechnet, eine deutlich höhere Zahl bedeutet hätte.

In der Anzahl enthalten sind auch bereits Ende 2025 ausgesprochene Kündigungen von ausschließlich Ärzten, da deren Abteilungen bereits zum 31.12.2025 geschlossen wurden. Betroffen sind nun Mitarbeitende aus nahezu allen Bereichen des Brüderklinikums, so auch Funktionsbereiche wie Küche, Reinigung und Mitarbeitende aus der Verwaltung.

Die von der Kündigung betroffenen Mitarbeitenden erhalten Unterstützungsangebote des Klinikums, um möglichst schnell eine andere Beschäftigung zu finden. So gibt es Angebote von Mitarbeitern für Mitarbeiter, die bei Bewerbungsschreiben und der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche unterstützen, sowie Beratungstermine durch die Agentur für Arbeit, die an jedem Haus eine Informationsveranstaltung durchführen wird.

Mit im Sozialplan verhandelt wurden auch sogenannte Abfindungen, die nach im Sozialplan festgelegten Kriterien gezahlt werden.

Die Sozialplanverhandlungen waren der letzte Schritt in der medizin-strategischen Neuausrichtungen, die bereits im Oktober letzten Jahres am Brüderklinikum Julia Lanz begonnen hatten. Die Klinikleitung musste die lange geplante Bündelung der stationären Versorgung am Diako auf 2026 vorziehen, um das Krankenhaus für die wirtschaftlichen Herausforderungen zukunftweisend aufzustellen. (nil)

 
 

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