17.09.2026
Ein Blick hinter die Kulissen im Brüderklinikum
Offene Türen zur Bärenklinik und zum Herzkatheterlabor
Von vielen mit Spannung erwartet war der Besuchertag am Brüderklinikum Julia Lanz.
Von vielen mit Spannung erwartet war der Besuchertag am Brüderklinikum Julia Lanz. Nach dem Umzug der letzten Patienten aus dem Theresienkrankenhaus auf den Lindenhof im Juli waren viele Mannheimer neugierig, wie es vor Ort aussieht. Mehr als 500 Interessierte folgten am Samstag der Einladung zur Veranstaltung „Wir öffnen Türen“.
Offen waren an diesem Samstag viele Türen, die normalerweise verschlossen bleiben müssen: ein Operationssaal und das neue Herzkatheterlabor, Schockraum und Behandlungszimmer in der großräumigen Notaufnahme sowie die Bärenklinik für die kleinen Besucher waren die stark frequentierten Höhepunkte. Auch die übrigen Abteilungen hatten Spannendes und Informatives für die Gäste vorbereitet: So konnte man sich selbst bei den Allgemeinchirurgen an einer 3D-Laparoskopie versuchen oder bei den Gynäkologen ein Ultraschall an einem Modell vornehmen, bei den Praxisanleitern den Blutdruck messen lassen und bei der Schule für Pflegeberufe die Händehygiene überprüfen. Wie sich alte Menschen fühlen, das verdeutlichte der „Seniorenanzug“ der Geriatrie, der mit Gewichten, Brille und Gehöreinschränkung den Interessierten die Illusion altersbedingter Einschränkungen vermittelte. Die Orthopäden und Unfallchirurgen zeigten an Modellen die Möglichkeiten der modernen Endoprothetik, die Neurologen demonstrierten die fiberoptische Schluckdiagnostik, während die Mitarbeitenden aus der Geburtshilfe die Wochenbettstation und den Kreißsaal öffneten. Im Labor gab es Einblicke die Diagnostik während auf der Fast-Track-Station Patientenzimmer offen standen. „Es war total spannend im OP“, so eine junge Besucherin: „Die Pflegekräfte dort haben total viel erklärt und man konnte auch die Instrumente anfassen. Jetzt kann ich mir viel besser vorstellen, wie so eine OP abläuft.“
Im Festsaal des BKJL erläuterten die Chefärzte in interessanten Vorträgen medizinische Themen aus ihrer jeweiligen Fachabteilung. Zur Orientierung standen im Foyer des Krankenhauses zahlreiche Helferinnen und Helfer bereit, welche die Besucher durchs Haus geleiteten. Die Direktorin Unternehmenskultur Kathrin Federmeyer freut sich über den Zuspruch aus der Bevölkerung: „Wir sind sehr froh, dass uns so viele Menschen besucht haben. Heute konnten wir zeigen, wie gut wir hier am Brüderklinikum aufgestellt sind und wo unsere Kompetenzen liegen“. (ckl)


