06.07.2026
Die Krankenhausseelsorge beendete am 28. Juni 2026 Kirchenbetrieb
Letzte Messe in der Theresienkapelle
Fast bis auf den letzten Platz gefüllt war die Theresienkapelle. Die Gottesdienstbesucher waren eingehüllt in das warme und bunte Licht der markanten Kapellenfenster. Trotz des umgebenden Trubels durch den Umzug des Theresienkrankenhauses an den Lindenhof und der enormen Hitze hatten Pfarrer Jörg Lichtenberg und sein Seelsorgeteam am Sonntag zu einem letzten ökumenischen Gottesdienst in die Kapelle des Krankenhauses eingeladen. Gefolgt waren der Einladung viele, die sich dem Haus und der Kapelle verbunden fühlen, aber auch Menschen aus der Umgebung und Mitarbeitende.
Diakon
Peter Ling, Pfarrer Jörg Lichtenberg, Organist Bernhard Karch und zahlreiche
Ehrenamtliche zelebrierten die Feier. Viele Besucher verbanden persönliche
Erinnerungen mit diesem Ort – an Gottesdienste, Taufen, Abschiede oder stille
Momente in Zeiten der Krankheit. In der Predigt und bei den Fürbitten
erinnerten die Zelebranten an den wertvollen Dienst, den die Mitarbeitenden des
Krankenhauses täglich leisten. Ihr Dank galt Kolleginnen und Kollegen aus
Pflege, Medizin, Hauswirtschaft, Apotheke, Verwaltung, IT und Klinikseelsorge.
Auch die Vinzentinerinnen, die das Theresienkrankenhaus gegründet und über
viele Jahrzehnte geprägt hatten, wurden in den Dank eingeschlossen.
Während
des letzten Abendmahls wurde der Abschied greifbar: Die liturgischen
Gegenstände wurden aus der Kapelle getragen, das Ewige Licht gelöscht und der
Tabernakel geöffnet. Außerdem wurde die Glasstele für Lebende und Verstorbene
verhüllt. Darauf zu sehen waren die heilige Teresa von Ávila und der heilige
Vinzenz von Paul. Die Stele wird künftig am Brüderklinikum Julia Lanz am
Lindenhof für Kapellenbesucher*innen bereitstehen. Auch das Kreuz der
TKH-Kapelle, in dem sich eine Reliquie des heiligen Vinzenz von Paul befindet,
wird umziehen und am neuen Standort strahlen.
Mit
dem Ausblasen der Altarkerze spendete die Klinikseelsorge in der Theresienkapelle,
einem historischen Ort und der Taufstätte zahlreicher Mannheimer zum letzten
Mal den Segen.
Der
Dank gilt allen Mitarbeitenden der Klinikseelsorge, die sich zusammen mit den
Ordensschwestern in besonderem Maße über Jahrzehnte für den Betrieb der
Krankenhauskapelle eingesetzt haben. (ckl)


