28.06.2026

Das Brüderklinikum Julia Lanz hat die erste Umzugswelle vom Theresienkrankenhaus ins Diako trotz der erschwerten äußeren Bedingungen durch die große Hitze gemeistert.

Update zum Umzug vom TKH ins Diako: 31 Patient:innen erfolgreich vom Theresienkrankenhaus ins Diako umgezogen

31 stationäre Patient:innen wurden am Sonntag von 8h bis 12.30h ins Diako gebracht. Am Dienstag folgt mit dem Umzug der Notaufnahme sowie den wenigen verbliebenen Patient:innen der zweite und kleinere Teil des Umzugs

„Angesichts der minutiösen Planung im Vorfeld konnten wir den Umzug der stationären Patient:innen trotz der großen Hitzeentwicklung wie geplant durchführen. Wir haben heute Morgen kurzfristig entschieden, auf den planmäßigen Umzug von Intensivpatient:innen wegen der hohen Temperaturen zu verzichten. Wir freuen uns, dass der große Umzug so gut geklappt hat. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Mitarbeitenden und externen Helfern, die uns heute unterstützt haben“, sagte Dr. Boris Schumacher, Ärztlicher Direktor am Brüderklinikum Julia Lanz.

Exakte Planung
Ab 8 Uhr am Sonntagmorgen waren die ersten Patient:innen auf den Weg durch die Stadt gebracht worden. „Wir haben für den sicheren Umzug der uns anvertrauten Menschen den Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg engagiert“, erklärt Dr. Schumacher und stellt klar: „Das Brüderklinikum Julia Lanz ist selbst für den Umzug verantwortlich. Wir haben die gesamte Logistik und jeden einzelnen Transport eingeständig geplant, organisiert und bezahlt. Und da in den zurückliegenden Wochen die Frage aufgetaucht war: Nein. Für den Umzug wurden keine Steuergelder ausgegeben.“ Keine Auswirkungen auf das Umzugsgeschehen hatte der Ausfall der Klimaanlage in der Intensivstation am Diako aufgrund der hohen Temperaturen am Samstagabend. Daraufhin war standardmäßig der Alarmplan ausgelöst worden, der auch die Aktivierung der Feuerwehr umfasste.

Holding und Cooling Areas bilden den zentralen Dreh- und Angelpunkt
Ein wichtiger Bestandteil der Organisation waren die eigens eingerichteten sogenannten „Holding und Cooling Areas“ an beiden Standorten. Im TKH wurden die Patient:innen dort für den Transport vorbereitet und formal aus der bisherigen Versorgungseinrichtung ausgecheckt. Nach dem Transport erfolgte am Diako die Aufnahme in der dort eigens eingerichteten Holding und Cooling Area, bevor die Patient:innen auf ihre jeweiligen Stationen übernommen wurden.

Mit diesem Vorgehen wurde sichergestellt, dass nicht nur die Menschen sicher ankommen, sondern auch die benötigten Unterlagen. Die medizinische Versorgung, in der z.B. auch der Medikationsplan enthalten ist, wurde so exakt und lückenlos gewährleistet.

Hitzeschutz
Die aktuelle Hitzephase war bereits in den Vorbereitungen ein großes Thema: „Wir hatten die hohen Temperaturen von Anfang an im Blick“, hatte Dr. Schumacher bereits im Vorfeld des Umzugs angekündigt. Die Zeit, in der Patient:innen, Umzugshelfer und Betreuer der Hitze direkt ausgesetzt waren, wurde auf ein Minimum reduziert. Kühle Getränke und ausreichende Erholungspausen fürs Personal waren Bestandteil des Umzugskonzepts.

Letzter Patient macht sich um kurz nach 12 Uhr auf den Weg
Um kurz nach 12 Uhr startete die letzte Fahrt von der Bassermannstraße an den Lindenhof. „Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die mit großem Engagement dafür gesorgt haben, dass die Patientinnen und Patientinnen sicher und gut begleitet an ihrem neuen Standort angekommen sind“, sagte Dr. Schumacher.

Positives Fazit
An dem Umzug waren zahlreiche Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen beteiligt – darunter Ärzte-Teams, Pflegefachkräfte, Funktionsbereiche, Transportdienste, Organisationsteams sowie viele weitere Unterstützende im Hintergrund. Durch das abgestimmte Zusammenspiel aller Beteiligten konnte der Umzug bestens absolviert werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Umzugs stationärer Patient:innen ist ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Zusammenführung der Standorte umgesetzt.

Der Umzug in Zahlen

  • 31 stationäre Patient:innen wurden vom TKH an das Brüderklinikum Julia Lanz im Lindenhof (ehemals Diako) umgezogen.
  • Der Umzug der Intensivpatient:innen wurde wegen der hohen Temperaturen auf die kommende Woche verschoben.
  • Zehn Krankentransportwagen, zwei Rettungswagen und ein Einsatzleitfahrzeug waren im Einsatz. Der Umzug wurde mit Unterstützung des Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg durchgeführt.
  • Insgesamt dauerte der Umzug viereinhalb Stunden.
  • Rund 100 Mitarbeitende des Brüderklinikums Julia Lanz waren am Umzug beteiligt, von Empfang, Technik, Reinigungsdienst, Pflege, Ärzteschaft und Verwaltung.