13.03.2023
Vom Leben und Sterben im Alter
9. Palliativsymposium mit großem Zuspruch
Eigentlich hätte das Palliativsymposium in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. So lange besteht schon die Palliativstation am Diako Mannheim. Da aber Corona-bedingt eine Veranstaltung ausfallen musste, fand nunmehr das 9. Palliativsymposium mit einem großen Erfolg statt.
Mehr als 100 Teilnehmer waren gekommen, um den spannenden, informativen wie auch inspirierenden Vorträgen zu folgen. "Wir dachten schon, dass der Platz nicht reicht", war Priv.-Doz. Dr. Schuler, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin am Diako anfangs besorgt und freute sich aber über die hohe Resonanz.
Leitthema des Symposiums war in diesem Jahr „Leben und Sterben im Alter“.
Mit Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, konnte ein ausgesprochener Spezialist auf diesem Gebiet gewonnen werden.
Prof. Kruse machte dieses zuweilen schwere Thema durch seine rhetorischen Fähigkeiten für alle Zuhörer verständlich und fesselnd. Ein Teilnehmer bezeichnete den Vortrag sogar als "motivierende Infusion".
Auf Prof. Kruse folgte der anschauliche Vortrag von Frau Petra Waßmer, Leiterin des im September letzten Jahres in Ilvesheim eröffneten Tageshospiz, durch das die Angebote für Palliativpatienten in der Rhein-Neckar-Region wesentlich erweitert werden konnten. Sie stellte das Konzept dieser innovativen Einrichtung vor, die eine Lücke in der Versorgung
unheilbar Kranker zwischen stationärem Hospiz, Palliativstation und ambulanter
Palliativversorgung schließt.
Der als Abschlussredner geplante Prof. Nauck, Leiter der Klinik für Palliativmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen musste leider krankheitsbedingt auf die Veranstaltung verzichten. Sein Thema wurde aber von der Oberärztin der Palliativmedizin am Diako Mannheim, Dr. med. Terese Zink, übernommen. Die Palliativmedizinerin, die auch gleichzeitig die Vorsitzende des Ethikkomitees am Diako ist, referierte über die Herausforderungen der ethischen Entscheidungsfindung in palliativen Situationen.
Unterstützt wurden die Fachvorträge durch sogenannte Fallvorstellungen (selbstverständlich anonymisiert) durch Mitarbeitende der Palliativstation, um so ein umfassendes Bild des Themas "Leben und Sterben im Alter" zu zeichnen.
Die Teilnehmer und Ausrichter des 9. Palliativsymposiums waren sich einig - das am besten besuchte und inspirierende seit zehn Jahren!
(nil)


