22.08.2023
Mannheim (hop): „Vorne an der Ampel rechts!“ – Prof. Dr. Dieter Schilling gibt wie immer klare Anweisungen und die bunt gemischte Fahrradgruppe folgt auf der kleinen Radtour mit Gesundheitsminister Manfred „Manne“ Lucha. Der Minister für Soziales, Gesundheit und Integration machte auf seiner Sommertour durch Baden-Württemberg letzte Woche in Mannheim Station und besuchte die beiden BBT-Einrichtungen Theresienkrankenhaus und Diako – mit dem E-Bike.
Beim Beginn der Visite im Krankenhaus am Neckarufer war Zeit, Vergangenheit und Gegenwart der beiden Häuser darzulegen: Doppelte Strukturen und angespannte Personaldecke erschwere effektives Arbeiten, erklärt Andreas Latz, Geschäftsführer der BBT-Gruppe. Doch gerade die Corona-Zeit habe das große medizinische Potential und die Leistungsfähigkeit der engagierten Mitarbeiterschaft deutlich gezeigt. Ein Ausruhen auf dem Erreichten wäre jedoch fatal, betont Geschäftsführer Latz: „Es muss darum gehen, sich hier in Mannheim ganz klar als zweiter Player neben dem Uni-Klinikum zu bestätigen.“ Dies erfordere eine Bündelung aller Kräfte an einem Standort – da ist auch Minister Lucha ganz bei den Verantwortlichen der beiden Kliniken. Radelnd wurde dann die Zukunft schon einmal vorweggenommen, wie die beiden Häuser bis 2029 zusammenwachsen sollen.
Schon während dieser lockeren Tour bei bestem Wetter boten sich Gelegenheiten für Zweiergespräche zwischen Politik und Gesundheitswesen. Allen voran radelte das Team „Lucha-Schilling“ und sorgte für eine reibungslose Streckenführung – ein Bild mit Symbolcharakter. Im Diako angekommen führte Prof. Dr. Schilling als Ärztlicher Direktor den Blick auf die konkreten Herausforderungen, die ein Zusammenwachsen personell und baulich mit sich bringen werden. Direkte Kommunikation mit dem Ministerium sei hierbei ein wichtiger Grundpfeiler „und wir sind sehr dankbar für diese gute Zusammenarbeit“, betonte Schilling. Auch Julia Fasen, Pflegedirektorin der beiden Häuser, wünscht sich nach dem Besuch des Ministers ein „weiter so“. Heute habe das Leitungsteam die Chance gehabt, das konkret anzusprechen, was ja bereits angestoßen sei: Standortzusammenführung und vernetzte Versorgung auf den Weg zu bringen. „Unsere Ideen nochmal genau mit dem Minister anzuschauen, die Hürden die vor uns liegen zu besprechen und wie wir diese am besten überwinden können zu diskutieren“, war Fasen besonders wichtig.
Gesundheitsminister Lucha zeigte sich nach dem Treffen sichtlich beeindruckt: „Ich sehe hier einen hochmotivierten, professionell aufgestellten Krankenhausträger, der die Versorgung an einem Standort zukunftsfähig gestalten will. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass mit der Zusammenlegung hier die richtigen Schritte eingeleitet werden. Die sind Weltklasse!“ Auf dem Weg Richtung Stuttgart wechselte Lucha dann übrigens vom E-Bike wieder zum E-Auto – im Gepäck viele konkrete Informationen für eine Umsetzung der notwendigen Reformen.